Lions-Club Members

Projekte helfen zurück auf rechten Weg

Unterstützung für wichtiges Angebot: Lions-Vertreter Werner Schilling und Hansjörg Eger mit Irmgard Münch-Weinmann, Corinna Schweder und Stefan Friedrich (Bild: Klaus Venus)

SPEYER. Junge und straffällig gewordene Menschen dabei zu unterstützen, dass sie ihre Bewährungsauflagen erfüllen können, das ist das Hauptanliegen des Vereins Soziale Alternativen in der Bewährungshilfe Speyer. Der im Jahr 2000 gegründete und inzwischen rund 30 Mitglieder starke gemeinnützige Verein in der freien Straffälligenhilfe betreut monatlich im Schnitt 30 Probanden und erhielt dafür nun 2500 Euro. Vorsitzende Irmgard Münch-Weinmann freute sich über die Spende des Lions Clubs Speyer.

Präsident Hansjörg Eger übergab der Bewährungshelferin in den Räumen des Vereins in der Ludwigstraße 13 (ehemals Kinder- und Jugendzentrum)symbolisch den überdimensionalen Scheck. Es handelt sich um den vom Club zur runden Summe aufgestockten Reinerlös des zum zweiten Mal ins Altstadtfest eingebetteten Lions-Weinfestes.

Der Club unterstütze gerne „die wichtige und sinnvolle Arbeit des Vereins", der mit seinen Projekten und Angeboten den mit dem Gesetz in Konflikt geratenen Menschen auf den rechten Weg zurück helfen möchte. Der Verein unterstützt die Arbeit des Sozialdienstes der Justiz beim Landgericht Frankenthal.

Wie die engagierte Vorsitzende, so sind auch die beiden Beisitzer Corinna Schweder und Roland Hacker Bewährungshelfer, die auf die Mithilfe vieler Bürger aus Speyer und dem Umland als ehrenamtliche Bewährungshelfer bauen können. So leitete Künstler Reinhard Harz im Jahr 2002 das Beschäftigungsangebot „Bildhauerei" und hat nun die Regie des Sportprojekts, bei dem die Klienten einmal wöchentlich in einer Speyerer Sporthalle ihre Freizeit sinnvoll nutzen und zudem etwas für ihre Gesundheit tun können.

Mit großem Erfolg läuft seit 2004 das Arbeitsprojekt „Junge Menschen im Aufwind" (JUMA), das primär dasZiel hat, die Probanden in Beschäftigung zu bringen. Bei dem unter anderem von der Agentur für Arbeit und der Gesellschaft für Arbeitsmarktintegration geförderten Projekt leisten die auf Hilfestellung angewiesenen jungen Frauen und Männer unter fachlicher Anleitung ihre gemeinnützige Arbeit (gerichtliche Arbeitsstunden, Ein-Euro-Job) ab.

Seit Januar 2007 hat der Verein ein „Anti-Aggressivitäts-Training" im Angebot. Die mehrmonatige sozialpädagogische Maßnahme hilft Personen, die wegen ihres aggressiven Verhaltens straffällig geworden sind. Ein Soziale- Kompetenz-Training bietet der Verein seit 2008 an. Das mehrwöchige Training fördert die soziale Kompetenz zum Erlernen von adäquaten Verhaltensweisen in der Gesellschaft. An drei im Vereinsdomizil in der Ludwigstraße eingerichteten Computern können die Klienten den Umgang mit diesem Medium erlernen, Recherchieren und Bewerbungen formulieren lernen. Bei allem versucht der Verein, die oft versteckten Qualitäten der jungen Menschen zu fördern und die Schwächen zu bearbeiten, erklärte Irmgard Münch-Weinmann Clubpräsident Hansjörg Eger und Medienbeauftragtem Werner Schilling. ws